Artikel vom: 13.05.2011
Nimbus 335 Coupe

Wir sind unterwegs, um die Nimbus 335 Coupe weitab ihrer schwedischen Heimat zu testen. Gebaut für raue skandinavische Verhältnisse hat die Motoryacht an diesem goldenen Herbsttag ein leichtes Spiel. Nichts kann das Schiff aus der Ruhe bringen. Auch das kreuzen der Wellen anderer Schiffe bringt die Yacht dank Doppelruder und optimierter Rumpfform nicht vom Kurs ab. Beabsichtigte Ruderbewegungen werden jedoch direkt umgesetzt. So hat man die Yacht gut im Griff und fühlt sich schon nach den ersten Meilen richtig heimisch an Bord. Schaut man sich die Nimbus 335 Coupe von oben an, wird ein asymetrischer Aufbau erkennbar. Das hat zwei Vorteile: der Durchgang an der Steuerbordseite, mit Zugang zum Skipperplatz ist sehr breit und damit sicher und der Kajütaufbau erhält trotzdem beachtlich viel Raum. Damit ist die „schöne“ Seite der Yacht definiert – Steuerbord….. Zum Sonnen könnte man aufs Vorschiff gehen, und zum gemütlichen Beisammensein hält die Yacht den offenen Heckbereich bereit. Hier findet man bei rasanter Fahrt auch Schutz vor allzu viel Wind. Aus der Verdrängerfahrt mit 5-6 Knoten schiebt sich die Nimbus bei rund 2400 Umdrehungen hinaus und kommt ins gleiten. Sehr weich und harmonisch rauscht sie dann über die Mosel. Bei gut 24 Knoten erreicht der Volvo Penta mit 300 PS seine Höchstgeschwindigkeit. Beachtliche Fahrwerte, wenn man bedenkt, dass wir mit 4 Mann an Bord sind. Soviel Rasanz hat man der Yacht auf den ersten Blick kaum zugetraut. So schön der Rausch der Geschwindigkeit auch ist – die Nimbus ist, schon um eine große Reichweite zu halten, eher ein Schiff zum beschaulichen Reisen. Es wäre schon sehr schade wenn diese wundervolle Landschaft einfach nur an einem vorbeifliegt. Aber schön zu wissen, dass man könnte wenn man bloß wollte…..
Quelle: AQUA - Das Wassersportmagazin


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