FY Marleen II
Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, auf einer 61-Fuß Ketsch mitzusegeln?
Wir folgten der netten Einladung von Farmont Yachts zu einem Törn auf der Marleen II. Die klassischen Rumpflinien der Yacht begeistern Schiffsliebhaber auf den ersten Blick. Anmutig zieht der Segler an unserem Filmboot vorbei. Selbst bei mageren 14 Knoten Wind schafft die Marleen II 6 Knoten Speed auf den trüben Wassern der Weser. Die hochwertigen Fahrtensegel messen mit Vor-, Groß-, und Besansegel 180 qm. Damit schafft die Yacht recht beeindruckende Fahrwerte.
Eine Ketsch - für die Küstenschifffahrt entwickelt - ist schon seit Jahrhunderten ein beliebter Langstreckensegler. Und diese Eigenschaft wurde bei der Marleen II noch unterstrichen. Komfort und jede Menge Lebensraum sind die Hauptmerkmale der Yacht. Bei dem stabilen Bugspriet beginnt der Rundgang auf dem Schiff. Das Deck besticht mit breiten Umgängen und großen ebenen Flächen auf dem Vorschiff. Vom Steuerstand aus hat man einen guten Blick über die beachtliche Länge und Breite des Seglers. Die großen Segelflächen sind mit elektrischen Winschen zu bändigen, so dass man auch mit kleiner Crew immer Herr der Lage ist. Im Cockpit unter dem Besan ist genügend Platz zum bequemen Genießen der Reise. Zu guter Letzt bildet das breite Heck mit den 3 Kabinenfenstern einen markanten Abschluss.
Große Fenster prägen das Bild der sportlich flachen Aufbauten. Damit es unter Deck trotzdem nicht zu heiß wird, sind sie aus Thermoglas gefertigt. Steht man im großen Salon, ist man von dem Raumangebot fasziniert. Hinter dem Skipperplatz schließt sich eine riesige Pantry an. Mit 4-fachem Ceranfeld, Kühl- und Gefrierboxen, Grill und Mikrowelle bietet sie jeglichen nur denkbaren Komfort. Die leckeren mehrgängigen Menüs können dann direkt gegenüber an der großzügig gestalteten Salonsitzecke genossen werden. Das Design des Innenausbaus ist in seiner Linienführung und durch die Verwendung hochwertiger Teakfurniere edel und zeitlos schön. Insbesondere Freunde traditioneller Schiffsinterieurs werden ihre helle Freude haben.
Unter dem Schiffsboden befindet sich der Motor- und Generatorraum. Hebt man alle Bodenplatten heraus, können an dem VW-Marinediesel alle Wartungsarbeiten bequem ausgeführt werden.
Ein Gang führt zur Heckkabine. Hier erfreut sich der Eigner an einem großen Doppelbett, einer Couch auf der gegenüberliegenden Seite und einem eigenen Schreibtisch. Das Raumangebot ist wahrer Luxus auf See. Rumpf- Seiten- und Heckfenster lassen alles in einem hellen Licht erstrahlen. Die Verarbeitung der hochwertigen Materialien ist hier, wie überall auf der Ketsch, tadellos.
Allerdings ist das bei einem Preis im unteren siebenstelligen Bereich auch nicht anders zu erwarten.
Das Bad zur Heckkabine glänzt mit eigener Dusche und einem geräumigen Waschplatz mit Stehhöhe. Luxus wie im 4-Sterne Hotel. Insgesamt verfügt die Segelyacht aus dem Hause Farmont über 4 Kabinen mit eigenem Bad, die alle ähnlich komfortabel ausgestattet sind.
Die Vorschiffskabine lässt sich bei Bedarf für die Besatzung separieren.
Den speziellen Wünschen bei der Umsetzung einer eigenen Farmont Segelyacht sind wenig Grenzen gesetzt, denn sie werden in Semi-Custom-Build Bauweise gefertigt.
3 Monate Entwicklungszeit plus 8,5 Monate Bauzeit für die erste Segelyacht jüngerer Generation aus dem Hause Farmont haben sich gelohnt. Erfuhr die Marleen II schon auf der Düsseldorfer Bootsshow viel Interesse, so überzeugt die Ketsch - jetzt wo sie segelbereit im Wasser liegt - erst recht. Eine Yacht für lange Törns mit viel Lebensraum und Komfort wartet unter weißen Segeln auf die Abenteurer, die mit ihr die Ozeane entdecken wollen.



