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J 122
ein Amerikaner in Paris

Die Ostsee an der Schleimündung zeigt sich von ihrer grauen Seite. Trotzdem schimmern die Keflar-Kolefaser Laminat Segel golden im Zwielicht des Tages und die J 122 gibt Ihr Bestes um die Laune der Testcrew zu heben.

Wie die gesamte J Reihe wurde auch die 122er für dynamische Segler entworfen. Der gesamte Aussenaufbau ist sehr Regattanah konzipiert. Großes Ruder, Relingstützen mit 2 Befestigungen, Fußreling nur bis auf Wantenhöhe. Auf der J122 soll man sportlich unterwegs sein. Das Cockpit ist ansprechend groß. Skipper und Besatzung haben ausreichend Platz zum schnellen manövrieren. Auch hinter dem Steuerrad ist genug Bewegungsfreiheit und reichlich Übersicht nach Vorn vorhanden.

Der Rudergänger hat von seinem Platz aus Traveller und Großschot gut im Griff. Die Großschot der J 122 wird über ein German Main Sheet System gefahren. Das Achterstag lässt sich hydraulich verstellen. Über die Bedienung vor der Steuersäule kann man den Trimm präzise justieren.

Unter Deck bietet die J 122 zwar etwas weniger Platz als andere 12 Meter Schiffe, das passt aber zu dem performance orientierten Ansatz der Baureihe. Insbesondere ihre tollen Segeleigenschaften, der kleine Wendewinkel, ihre präzise Lage am Ruder und ihre schnelle Reaktion auf Trimmänderungen sichern der Yacht die Sympathien einer großen Gemeinde von sportlich ambitionierten Seglern.

 



Quelle: aqua-tv