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Artikel vom: 09.07.2010

Sirius 35

Es gibt sie noch – Yachten, mit einem außergewöhnlichen Konzept, extrem hochwertig gefertigt  und deshalb so begehrt, das die Eigner gut 1- 1,5 Jahre auf Ihr neues Schiff warten müssen – und das sogar gerne tun.

Die Plöner Sirius Werft ist bekannt für handwerkliche Höchstleistungen. Die 48 Mitarbeiter des Familienunternehmens legen pro Jahr rund 14 Yachten auf Kiel. Seit Gründung der Werft sind das insgesamt gut 600 Schiffe, die - bis auf eines - alle noch auf den Weltmeeren unterwegs sind.

Die Sirius 35 DS ist der jüngste Spross in dieser Familie. Rumpf und Kiel der neuen Deckssalonyacht sind im Sinne guter Segeleigenschaften wie für normale Segler designt. Der hohe Aufbau für den Deckssalon verspricht Komfort und Lebensqualität in jeder Situation.

Deshalb begeben wir uns zu Anfang unseres Rundgangs auch gleich in den Salon. Die Grundidee der Yacht ist, dass sich alle Crewmitglieder – egal ob sie in der Pantry werkeln, im Salon sitzen oder im Cockpit segeln, auf einer Kommunikationsebene befinden – sich also sozusagen jederzeit in die Augen schauen können. Und dass ist perfekt gelungen. Die großen Scheiben aus 10 mm starken Polykarbonat erlauben aus dem Salon heraus eine gute Rundumsicht. Mittels Schiebeluke kann man sogar Cabriofeeling erleben. Die bequemen U-förmigen Salonbänke  bieten 6 Personen ausreichend Platz. Bei Vollbelegung kann man die Sitzlandschaft mittels abgesenkten Salontischs zum Doppelschlafplatz erweitern.

Bei zurückgeklappten Bänken wird der Zugang zum Motor und zu einem zusätzlichen Werkstattraum frei. Wer auf große Fahrt geht wird die eingebaute Werkbank schnell schätzen lernen. Die gut isolierten Wände zum Motor lassen sich für Wartungsarbeiten einfach herausnehmen.

Vom Innensteuerstand  auf der Steuerbordseite lässt sich das Schiff je nach Kundenwunsch mit Joystick oder zweiten Steuerrad auf Kurs halten. Die Lampe für den Kartentisch kann man – wie auch alle anderen Deckenstrahler im Salon - in den Nachtmodus schalten. Hinter dem Skippersitz, praktischerweise gleich neben dem Saloneingang, ist ein Schrank für Ölzeug eingebaut.

Die Längstpantry lässt auch keine Wünsche offen. Mit 2 flammigen Gasherd, Doppelspüle mit Süß- und Seewasserversorgung, Kühlschrank und großer Arbeitsfläche wird von hier aus die Crew gut versorgt. Highlight – das beleuchtete Schapp für Gläser – sehr edel.

Unter den Bodenbrettern befinden sich intelligent abgeteilte Stauräume  für Vorräte und Getränke.

Die Schubfächer sind allesamt kugelgelagert und schließen fast von allein.

Toll für künftige Eigner -  während der Bauphase kann er seine Pan un Pött bei der Werft vorbeibringen  - dann werden Fächerordnung und Halterungen gleich auf Maß gefertigt.

Das ist nur ein kleines Beispiel fürs Semi Customer Build. Gibt man eine Yacht bei Sirius in Auftrag, kann man seine Wünsche und Ideen entsprechend dem zukünftigen Revier und Einsatzzweck für sein Schiff einbringen. Kombiniert mit den Erfahrungen der Werft werden dann Ausstattung, Zubehör und Einbauten entsprechend konfiguriert.

Die Eignerkabine befindet sich steuerbords. Drei Rumpffenster und ein Oberlicht sorgen für behagliche Atmosphäre in der Kabine. Hier fühlt man sich wirklich wohl und kann in dem großen Sessel auch mal in Ruhe eine Auszeit vom gemeinsamen Leben mit der Crew nehmen. Die Schlafstätten sind mit 2x1, 60 m ausreichend dimensioniert. In den Kabinen wurde Wert auf effizientes Platzmanagement gelegt. Wo es möglich war, sind Schrankfächer, Schubladen und Ablagen eingebaut.

Auch in der Vorschiffskabine liegt der Wohlfühlfaktor bei 100 Prozent. Hochwertige Wandpaneele, zwei Flushluken, Sessel, TFT Display und mehr als 1,90 Stehhöhe sind Garanten für eine angenehme Unterkunft.

Der WC Bereich ist von beiden Kabinen aus separat zugänglich. Ein schöner Mahagoniausbau und indirekte Beleuchtung machen die tägliche Wäsche zum Erlebnis. Gegenüber befindet sich außerdem ein separater Duschraum. Damit im Gang nicht mit zu vielen Türen geklappt werden Muss, teilen sich die Vorschiffskabine und die Dusche eine Tür. Das ist platzsparend und am täglichen Bordleben orientiert – denn meistens stehen die Kabinentüren sowieso offen – und zur Nachtzeit wird selten geduscht. Sollte es dennoch vorkommen dient eine Duschtrennwand als Sichtschutz.

Der Innenausbau ist beste Handwerksarbeit. Alle Spaltmaße sind gleichmäßig und es werden nur die besten Materialien verbaut. Die Funierstärken betragen im gesamten Schiff gut 1 mm. So kann auch bei tieferen Kratzern schnell mal nachgeschliffen werden. Funierstöße sind auch nach Jahren noch nicht sichtbar.

Es geht an die frische Luft. Auch an Deck überzeugen die vielen durchdachten Details. Der Cockpittisch ist einfach einhängbar – wird er nicht benötigt verstaut man ihn einfach in der großen Backkiste. Die Backskisten auf beiden Seiten sind mit separaten Fächern in der Dimension Handelsüblicher Klappboxen ausgebaut. Und auch der Außenborder verschwindet in den tiefen Stauräumen. Die Halterung dafür ist natürlich werftseitig vorgesehen.  Sehr fingerfreundlich zum Öffnen der Backskisten sind die  Holzleisten die nahtlos in die Sitzfläche übergehen. Die Cockpitbänke sind lang genug um sich auszustrecken. Der hohe Süllrand hält den Rücken von Wind und Nässe frei. Kombiniert mit dem Wetterschutz den der hohe Decksalonaufbau bietet, sitzt man so auch an schlechteren Tagen recht angenehm. Legt der Wind sich richtig ins Zeug, finden die Beine an der stabilen Mittelkonsole guten Halt. Hier ist auch der Plotter angebaut. Alle weiteren Navigationsinstrumente sind an der Wand zum Salon angebracht.

Ordnung an Deck schaffen die Schwalbennester. Stauraum für die vielen kleinen Dinge an Bord. Für die Fallen und Strecker die über das Dach des Salons ins Cockpit geführt werden ist ein separates Staufach backbords vorgesehen.

Das Steuerrad lässt sich situationsbedingt auf die richtige Seite schwenken – so hat der Rudergänger immer freie Sicht voraus. Zum Heck hin ist das Cockpit durch eine klappbare Sitzbank und eine Tür geschlossen. Unter der Bank ist Stauraum für eine Rettungsinsel vorgesehen. Die Badeplattform ist ausreichend dimensioniert. Warmwasserdusche und eine ausziehbare Leiter runden den Komfort ab. Das elektrische Heckankerspill ist optional erhältlich.

Die Tourentauglichkeit der Sirius 35 DS wird durch die umlaufende feste Seereling manifestiert Zum leichteren Betreten des Schiffes kann man die Edelstahlkonstruktion seitlich und im Bug öffnen. Eine Bugleiter ist im vorderen Ankerkasten untergebracht. Alle Luken an Bord sind flush eingesetzt, so dass keine Stolperfallen an Deck sind. Überkommendes Seewasser wird Innerbords zum Heck hin abgeleitet. Nie wieder schwarze Streifen auf der Bordwand.

Die Baunummer 1 der 35 DS ist mit Genua und Selbstwendefock ausgestattet. Kugelgelagerte Umlenkrollen für die Schoten und 4 große Winschen im Cockpit erleichtern die Arbeit mit dem Tuch.

Auch wenn der Baum 2 m Kopffreiheit gewährt, bringt das Groß noch 31 qm auf den Plan. Gemeinsam mit den 40 qm der Genua ergibt das eine Segeltragezahl von 4,3.

Zum Testen gab es leider nur ein laues Lüftchen auf See. Mit Hilfe einer thermischen Brise von knapp 5 Knoten kommt die Yacht nur langsam voran. Aber während einer kurzen Bö von 9 Knoten läuft das Schiff bei Halbwind schon beachtliche 5 Knoten. Die Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,6 Knoten.

Der Wendewinkel der Sirius liegt zwischen 80 und 85 Grad. Insgesamt also scheinbar ein sehr gutmütiger Segler, der sich einfach händeln lässt.

Die Sirius 35 DS zielt auf komfortorientierte Segler ab. Besonders Familien dürfte das Decksalonkonzept ansprechen, denn man hat mit den Kids immer direkten Kontakt – ob sie mitsegeln, oder lieber im Salon die neuesten DVDs schauen.

Der Einstandspreis von 275.000 Euro relativiert sich angesichts der hohen Ausbauqualität, einer großen Wertstabilität und langen Lebensdauer der Yacht. Die persönliche Betreuung aller Siriuseigner durch den Werftchef und ein 24 h Support bei Problemen setzen außerdem das i-Tüpfelchen in der Kundenbindung.

 

 

 

Quelle: aqua-tv
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